Herzfehler


....."ihr Kind hat Anpassungsschwierigkeiten" , sagten die Ärzte meiner Mutter nach der Geburt damals. Das war alleine deswegen so ersichtlich, weil meine Zwillingsschwester im Gegensatz zu mir nicht blau war.

So wurde ich dann mit dem Hubschrauber in die Uniklinik Köln geflogen. Nach einem Herzkatheter waren dann die Diagnosen klar:

 1. Transposition der großen Arterien (TGA)

 2. valvuläre Pulomalstenose

zur Erklärung: Bei der TGA entspringt der Truncus Pulmonalis ( Lungenschlagader) der linken Herzkammer und die Aorta der rechten Herzkammer. Bei einem gesunden Menschen ist das genau andersrum. D.h , also, mein Blut wurde bevor es in den Körperkreislauf gepumpt wurde nicht vorher mit Sauerstoff angesättigt, ich hatte also Blausucht ( Zyanose ).

Nach drei Monaten hoffen und bangen, um mich einigermaßen für die OP zu päppeln, war es dann so schlecht, dass ich Notoperiert werden musste. 12 Stunden.

Danach ging es mir besser den je. Ich war nach Aussage meiner Mutter: rosig im Gesicht . Für meine Eltern einer der schönsten Augenblicke ihres Lebens. 

Nach 4 Monaten Krankenhaus durfte ich dann das erste Mal nach Hause .

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Heute: Ich habe ein normales Herzauswurfvolumen ( 60 % ). Das ist längst nicht bei jedem, nach dem Mustard-Procedere operierten Mensch so!

Ich bin dabei, mir meinen größten Traum zu erfüllen: ÄRZTIN werden. 

und ich habe einfach ein wundervolles Leben, aus dem ich euch ab sofort regelmäßig erzählen werde. Natürlich bringt eine solche Erkrankung auch schlechte Zeiten mit sich, aber ich habe gelernt, dass Leben zu schätzen und bin unglaublich dankbar, Leben zu dürfen.

 

 

Eure, Sabrina

2.8.15 14:23
 
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